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5. Laserzahnheilkunde

Forschung und Entwicklung haben in den vergangen Jahrzehnten dafür gesorgt, dass die Zahnmedizin in großen Schritten voranschreiten konnte. Das hat auch Einfluss auf die Behandlung der Patienten, die vielfach optimiert werden konnte. In einigen Fällen entwickeln sich sogar ganz neue Spezialgebiete, welche andere Schwerpunkte in der Zahnmedizin sinnvoll ergänzen.

Ein Beispiel hierfür ist die Laserzahnheilkunde. Der Laser gehört zur gehobenen Ausstattung einer Zahnarztpraxis und hat, ob seines sehr guten Nutzens in vielen Bereichen, auch in unsere Praxis Einzug gehalten.

Doch was ist eigentlich ein Laser? Vereinfacht ausgedrückt ist ein Laser gebündeltes, hoch energetisches Licht. In der Zahnmedizin können wir einen Laser als Behandlungsinstrument für schonende und nebenwirkungsfreie Behandlungen in vielen Teilbereichen einsetzen.

Hier nur eine kleine Übersicht der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten eines Lasers im zahnärztlichen Bereich.

Laserzahnheilkunde in der Parodontologie

In der Parodontologie, der Behandlung des Zahnfleisches und insbesondere der Parodontitis, machen wir uns unter anderem die bakterientötenden Eigenschaften des Laserlichts zunutze. Bei der häufig chronisch verlaufenden Zahnfleischentzündung Parodontitis bilden sich oft Zahnfleischtaschen. Über diese gelangen Bakterien an den Kiefer und können ihn schädigen. In der herkömmlichen Behandlung war es uns in einigen Fällen nicht möglich, alle Bakterien die sich in den Zahnfleischtaschen angesammelt haben, zuverlässig zu entfernen. Der Laser jedoch gelangt in die Tiefe und kann eine sorgsame und gleichzeitig schonende Reinigung der Zahnfleischtaschen sicherstellen.

Zudem können wir bei Bedarf mit dem Laser auch Gewebe abtragen und so entzündetes Gewebe entfernen oder Zahnfleischtaschen sogar verkleinern. Erfahrungsgemäß wirkt sich das Laserlicht dabei zusätzlich positiv auf die Wundheilung aus.

Die Bedeutung des Lasers in der Implantologie

Implantatgetragener Zahnersatz erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das überrascht kaum, denn da das Implantat hier die Zahnwurzel ersetzt, kann ein ähnliches Tragegefühl wie bei den eigenen Zähnen erreicht werden. In den vergangenen Jahren hat die Implantologie große Fortschritte gemacht, sodass die Erfolgsquote für eine gelungene Implantation stetig steigt und die Patienten lange Freude an ihren Implantaten haben.

Dennoch gibt es noch immer Fälle, in denen ein Verlust des Implantats droht. So zum Beispiel, wenn eine Entzündung rund um das Zahnimplantat (Periimplantitis) festgestellt wird. Kommt es durch diese zu einem vermehrten Knochenabbau, hat das Implantat nicht mehr ausreichend Halt und muss entfernt werden. Der Laser erweist sich hier als implantatrettende Möglichkeit der Behandlung. Er schädigt das metallische Implantat nicht und kann daher an dieser Stelle bedenkenlos eingesetzt werden. Mit einem Laser kann das entzündete Gewebe abgetragen und die Implantatoberfläche gesäubert werden, sodass das Implantat erhalten bleiben kann.

Ferner kommt ein Laser auch zur Implantatvorbereitung zum Einsatz. Auch in diesem Fall kann mit dem gebündelten Licht gewebeschonend gearbeitet werden.

Laserzahnheilkunde in der Endodontologie

Gelangen Bakterien, wie beispielsweise Kariesbakterien, an die Pulpa (den Zahnnerv) kommt es häufig zu starken Schmerzen für den Patienten. Der Grund: eine Zahnwurzelentzündung. Die Bakterien greifen den Zahnnerv an, was für den Patienten deutlich spürbar ist und für den Zahn im schlimmsten Fall das Absterben bedeutet.

Die Endodontie beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Wurzelbehandlung, deren Ziel es ist, betroffene Zähne zu retten. Dies macht ein gründliches Reinigen der engen und oft stark verzweigten Wurzelkanäle notwendig. Mit herkömmlichen Instrumenten ist es nur schwer möglich, alle betroffenen Stellen zu erreichen und somit den Zahn langfristig zu retten. Auch in diesem Fall kommt der Laser gerade richtig und die Aussicht auf eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung steigt, da die Keimzahl im Zahninneren reduziert werden kann. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Spülung sind wir mit dem Laser hier deutlich überlegen.

Laserzahnheilkunde in der Chirurgie

Laser statt Skalpell heißt es heute in der modernen Chirurgie. In der Zahnmedizin können beispielsweise Zahnfleischwucherungen mit dem Laser entfernt werden. Das gebündelte Licht macht hieraus einen blutungsarmen Eingriff. Gleichzeitig dringen bei dieser gewebeschonenden Operation deutlich weniger Keime in die Operationswunde ein. Im Vergleich zu konventionellen Eingriffen konnte beobachtet werden, dass die Patienten oft mit deutlich weniger Schmerzmitteln versorgt werden mussten und die Wundheilung im Allgemeinen schneller und besser war.

Laserzahnheilkunde bei empfindlichen Zähnen

Bei der Behandlung von empfindlichen Zähnen und Zahnhälsen nimmt der Laser eine sekundäre und dennoch wichtige Stellung ein. Empfindliche Zähne sind oft dadurch gekennzeichnet, dass diese mit Schmerzreizen auf Heiß und Kalt, manchmal auch auf Süß reagieren. Patienten fühlen sich durch diese Schmerzen, die oft plötzlich und blitzartig auftreten, nicht selten im Alltag eingeschränkt.

Ursächlich für die plötzlichen Schmerzen sind häufig freiliegende Dentinkanälchen, welche den Reiz direkt an den Zahnnerv, die Pupla, weiterleiten. Dieses verbreitete Problem kann recht einfach behoben werden: durch das Auftragen eines Fluoridgels auf die betroffenen Stellen in nur einer einzigen Behandlungssitzung. Der Laser härtet dieses Gel anschließend aus und die Zähne sind fortan mit einer schützenden Schicht umgeben. Die Schmerzempfindlichkeit ist damit in der Regel behoben.

Wer übernimmt die Kosten?

Ein Laser kann je nach Einsatzgebiet die Behandlung eines Patienten erleichtern, optimieren sowie nebenwirkungs- und risikoärmer machen. Die Vorteile dieses modernen Behandlungsgerätes liegen also auf der Hand. Das rechtfertigt auch die hohen Investitionskosten, die ein Arzt für seine Patienten mit der Anschaffung eines hochwertigen Lasers eingeht.

Obwohl die Vorteile medizinisch nachweisbar sind, sträuben sich viele Krankenkassen, die Behandlungskosten zu tragen, sodass eine Kostenübernahme durch den Erstatter nicht immer gewährleistet ist.

Sollten Sie sich für diese moderne Form der Zahnmedizin interessieren, beraten wir Sie gerne und stehen wir Ihnen bei allen weiteren Fragen rund um die Laserzahnheilkunde zur Verfügung.

 

Zahnarztpraxis Dr. Marc Weber
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