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2. Zahnersatz

In der Einleitung dieses Internetfachbuchs haben wir uns bereits damit beschäftigt, wie wichtig ein Lächeln ist und was dieses sowohl für den Lächelnden als auch für seine Umwelt bedeutet. Kurz noch einmal zusammengefasst: ein Lächeln ist eines der wichtigsten Kommunikationsmittel. Gleichzeitig ist es sehr individuell und daher auch Zeichen unserer Persönlichkeit. Kein Lächeln ist wie das andere.

Bei einem Zahnverlust verändert sich unser Lächeln. Zum einen durch den rein optischen Unterschied, zum anderen, weil wir uns mit fehlenden oder schlechten Zähnen nicht mehr wohl fühlen. Unser Selbstbewusstsein leidet, was im schlimmsten Fall zu psychischen Problemen führen kann. Einige Menschen meiden auch aufgrund ihrer schlechten oder fehlenden Zähne die Öffentlichkeit und ziehen sich vollkommen zurück.

Schuld daran ist, neben der Zahnarztangst, oft auch die Sorge, der Zahnersatz könne schlecht vertragen werden oder würde sich nicht in das natürliche Zahnbild einfügen.

In unserer Zahnarztpraxis in Paderborn können wir Ihnen diese Angst nehmen. Hier setzen wir auf Vollkeramik, aus dem in deutschen Meisterlaboren ein individuell auf Sie zugeschnittener Zahnersatz gefertigt wird. In einem minimalinvasiven Eingriff setzen wir diesen anschließend ein.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Formen des vollkeramischen Zahnersatzes bieten.

Vollkeramik-Veneers

Vollkeramik-Veneers ersetzen die Zähne nicht funktionell, sondern optisch. Veneers ersetzen also keine fehlenden Zähne, sondern verkleiden die vorhandenen. Das Wort Veneer kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Furnier“. Veneers werden auf den Zahn aufgesetzt und können so Zahnverfärbungen, minimale Zahnschädigungen wie beispielsweise abgeplatzte Zahnkanten, leichte Fehlstellungen und kleinere Zahnlücken verdecken.

Veneers kaschieren also kleinere Schönheitsfehler und sorgen dafür, dass Sie deutlich zufriedener mit sich und Ihrem Lächeln sind. Gleichzeitig haben die Veneers noch einen weiteren, entscheidenden Vorteil. Mit steigendem Alter nutzt sich der natürliche Zahnschmelz der Zähne ab. Das gelbliche Zahnbein schimmert zunehmend durch, weswegen viele ältere Menschen gelbliche Zähne haben. Ein klassisches Bleaching würde an dieser Stelle keine nennenswerten Ergebnisse mehr erzielen. Stattdessen werden die Zähne optimaler Weise mit Vollkeramik-Veneers versorgt.

Keramik hat den Vorteil einer sehr hohen Bioverträglichkeit. Das bedeutet, es kommt nur äußerst selten zu Allergien oder anderen Reaktionen des Körpers. In der Regel werden die Veneers also ausgesprochen gut vertragen und der Eingriff belastet Sie und Ihren Körper nicht.

Beim Einsetzen der Veneers wird zunächst die Zahnoberfläche angeraut und ein ganz geringer Teil des Zahnschmelzes – etwa 0,3 Millimeter und damit deutlich weniger als beim Überkronen mit Metallkronen oder ähnlichen Verfahren - abgetragen. Mit einer fortschrittlichen, zahnschonenden Klebetechnik werden die Vollkeramik-Veneers anschließend auf den Zähnen befestigt und sitzen dort fest und sicher. Ein Pluspunkt: Veneers sind ausgesprochen langlebig. Selbstverständlich sind die Vollkeramik-Veneers, die wir in unserer Zahnarztpraxis in Paderborn einsetzen, optimal auf Ihre natürliche Zahnfarbe abgestimmt. Außenstehende werden nur Ihr strahlendes Lächeln sehen – nicht aber die Veneers.

Vollkeramische Kronen

Eine Zahnkrone, manchmal auch einfach nur „Krone“ genannt, ist Ihnen sicher ein Begriff. Sie findet Einsatz, wenn der Zahn stark geschädigt ist. Der noch vorhandene aber geschädigte Zahn wird in der Behandlung sorgsam und vorsichtig vorbereitet und anschließend die Krone quasi „übergestülpt“. Auf diese Weise erhält der Zahn seine Form und Festigkeit, aber vor allem auch seine Funktion wieder zurück.

Bei der Standardversorgung mit Zahnkronen greifen Zahnärzte häufig zu Metallkronen , da diese in der Regel auch von den Krankenkassen übernommen werden. Die weitaus hochwertigere Alternative bildet die Verwendung vollkeramischer Kronen, wie wir sie auch in unserer Praxis in Paderborn gerne anbieten. Sie ist zugleich minimalinvasiver und damit besonders schonend.

Vollkeramische Kronen sind für Patienten gedacht, die hinsichtlich der Ästhetik keine Kompromisse eingehen möchten. Während bei der Standardversorgung mit Metallkronen vor allem bei zunehmend zurückgehendem Zahnfleisch metallische Ränder sichtbar werden und auch das individuelle Zahnweiß mit diesen Kronen nicht immer ganz erreicht wird, sind vollkeramische Kronen von den natürlichen Zähnen oft nur von einem Zahnexperten zu unterscheiden .

Das liegt vor allem daran, dass die vollkeramischen Kronen völlig ohne Metall auskommen. Die komplette Krone besteht aus Keramik, welches in Bezug auf die Leitung von Licht die gleichen Eigenschaften besitzt wie die natürliche Zahnsubstanz. Vollkeramische Kronen überzeugen demzufolge durch eine Optik, die sich problemlos in das Zahnbild einfügt. Das ist nicht nur bei einer großflächigen Überkronung von mehreren Zähnen von Vorteil, sondern vor allem auch bei der Überkronung einzelner Zähne. Während bei der Behandlung mit Kronen aus Metall in der Regel ein Unterschied zu benachbarten Zähnen deutlich sichtbar bleibt, ist dieser bei der Vollkeramik nicht zu erkennen. Gleichzeitig kann nicht nur die Zahnfarbe, sondern auch die Zahnstruktur sowie andere Zahneigenschaften bei der Herstellung einer vollkeramischen Krone berücksichtigt werden. Für ein optimales und individuell für Sie passendes Ergebnis arbeiten wir in Paderborn daher mit erfahrenen und ausgezeichneten Zahntechnikern aus Meisterlaboren zusammen. Zudem nutzen wir sowohl das computergestützte Herstellungsverfahren CAD für ein optimales Zahnersatzergebnis, als auch individuelle Verblendungen der Kronen per Hand.

Oft kommen Patienten in unsere Praxis, die bei vollkeramischen Kronen Sorge hinsichtlich der Festigkeit haben. Diese ist vor allem bei einer Überkronung der Backenzähne von großer Bedeutung. Diese Patienten haben in der Regel noch die ersten Kronen ohne Metall, die sogenannten Jacketkronen, im Hinterkopf. Seitdem hat sich in der Zahnmedizin jedoch viel getan.

Heute kommen bei vollkeramischen Kronen häufig Zirkonoxidkeramiken zum Einsatz. Diese übertreffen in ihrer Festigkeit sogar noch das herkömmliche Metall. Lediglich wenn Sie unter Stress zum nächtlichen Knirschen neigen, empfiehlt sich das Tragen einer Aufbiss-Schiene („Anti-Knirsch-Schiene“), um Schäden an der Keramik entgegen zu wirken.

Sie wissen schon durch die Vollkeramik Veneers, über die wir im vorangegangenen Abschnitt gesprochen haben, dass Keramik auch für Allergiker besonders gut geeignet ist, da es nur äußerst selten allergische Reaktionen hervorruft und damit eine hohe Bioverträglichkeit aufweist. Ein weiterer Vorteil von vollkeramischen Kronen ist der, dass wir aus ihnen auch Teilkronen herstellen können. Bei Teilkronen bleibt die größtmögliche Menge an natürlicher Zahnsubstanz des beschädigten Zahnes bestehen. Der Eingriff wird so minimalinvasiv. Etwas, das uns in unserer Praxis besonders wichtig ist. Trotzdem hält die Teilkrone zuverlässig fest. In Studien wurde eine Haltbarkeit von mehr als 10 Jahren gemessen (vgl. Deutsche Gesellschaft für ästhetische Zahnmedizin, Stand: 15.08.2018).

Brücken aus Vollkeramik

Bei einer Krone wird der Zahnersatz über den geschädigten, aber noch vorhandenen Zahn übergestülpt. Was aber, wenn ein Zahn gar nicht mehr vorhanden ist, es also zu einem Zahnverlust gekommen ist? In diesem Fall klafft eine oft unästhetische Lücke zwischen den Zähnen. Wird diese nicht geschlossen, kommt es zu einer Zahnverschiebung, wodurch das Gebiss im schlimmsten Fall einen Teil seiner Funktion einbüßt. Zudem führt dies zur Fehlbelastung des Kiefers, mit weitreichenden Folgen, die von Kieferschmerzen zu Kopf- und Nacken und sogar zu Rückenschmerzen übergehen können. Es ist also nicht nur aus ästhetischer Sicht ratsam, die entstandene Zahnlücke zu schließen.

Hierfür eignen sich Brücken . Ähnlich wie Brücken über einen Fluss oder eine Unterführung, verbinden diese die rechts und links stehenden vorhandenen Zähne wieder miteinander. Ob in der Lücke ein oder gleich mehrere Zähne fehlen, ist dabei zunächst unerheblich. Wichtiger ist die Frage, ob die links und rechts stehenden Zähne, die uns beim Einsetzen einer Brücke als Brückenpfeiler dienen, ebenfalls beschädigt sind. Ist dies der Fall, werden die Zähne, an der die Brücke später befestigt wird, einfach überkront. Sind die Zähne jedoch komplett intakt, rechtfertigt das oft nicht, diese für eine Brücke zu bearbeiten und beispielsweise anzuschleifen. In solchen Fällen greifen verantwortungsvolle Zahnärzte, so wie wir in unserer Zahnarztpraxis in Paderborn, in der Regel zu Implantaten. Diese dienen uns dann als alternative Brückenpfeiler und der natürliche Zahn bleibt unangetastet.

Genau wie bei den Kronen bildet auch bei den Brücken das Material Metall die Standardversorgung. Gerade bei größeren Brücken - und hier vor allem im Frontzahnbereich - sind die ästhetischen Abstriche, die gemacht werden müssen, jedoch recht groß. Wir arbeiten daher auch hier bevorzugt mit Vollkeramik, da sich dieses hinsichtlich Farbe und Struktur am besten an vorhandene Zähne anpassen lässt. Aufgrund der gleichen Lichtbeschaffenheit wie die natürliche Zahnsubstanz wirkt dieser Zahnersatz zudem täuschend echt.

Bei Brücken kommt Vollkeramik ebenfalls zum Einsatz. Das Material ist so stabil, dass wir selbst bei größerem Zahnverlust und einem dadurch höheren Belastungsanspruch an die Brücke keine Abstriche machen müssen. Dank Zirkoniumoxidkeramik können Brücken aus Keramik so gefertigt werden, dass diese sich in der Belastbarkeit nicht von gesunden Zähnen unterscheiden und sogar noch besser halten als vergleichbare Materialien, wie beispielsweise Metall.

Herausnehmbarer Zahnersatz

Durch Werbung im Fernsehen ist er zum Sinnbild eines gesunden und festen Bisses geworden: Der grüne Apfel, in den jemand genüsslich hineinbeißt. Tatsächlich ist dieser Apfelbiss für die Zähne eine Herausforderung. Allerdings eine, der nicht nur gesunde Zähne, sondern auch der herausnehmbare Zahnersatz inzwischen gewachsen ist.

Ja, mit einem modernen Zahnersatz können Sie kraftvoll zubeißen . Möglich ist dies dank modernster Techniken und Verfahren, die eine sehr genaue Anpassung des herausnehmbaren Zahnersatzes an den Kiefer ermöglichen. Zahntechniker sorgen dafür, dass die Zähne in Form, Farbe und Struktur absolut nicht von den eigenen Zähnen zu unterscheiden sind – unabhängig davon, ob diese teilweise noch vorhanden sind und es sich um eine Teilprothese handelt, oder um eine Vollprothese. Diese genaue Anpassung, unter Berücksichtigung von individuell leicht unterschiedlichen Kau- und Sprechbewegungen, macht den herausnehmbaren Zahnersatz hoch belastbar.

Das Ziel, auch in unserer Zahnarztpraxis in Paderborn ist es, Ihnen einen herausnehmbaren Zahnersatz zu ermöglichen, der Sie im Alltag auf keinen Fall einschränkt.

Von einer Teilprothese sprechen wir dann, wenn einzelne Zähne ersetzt werden oder eine größere Lücke mit einer Prothese geschlossen werden soll. Sie ähnelt somit der Brücke, mit dem Unterschied, dass es sich bei der Teilprothese um einen herausnehmbaren Zahnersatz handelt. In den meisten Fällen raten wir zu einer Krone, da diese oft angenehmer zu tragen ist. Möchten Sie jedoch Kosten sparen oder ist zeitnah mit einem Verlust weiterer Zähne zu rechnen, kann eine Teilprothese die bessere Alternative sein. Diese lässt sich bei weiterem Zahnverlust einfacher anpassen. Vollprothesen kommen dann zum Einsatz, wenn gar keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind. Ein absolut korrekter und genauer Sitz ist hier unabdinglich, damit die Prothese sicher sitzt. Im Mund gehalten werden diese Prothesen durch die minuziös angepasste, in der Regel zahnfleischfarbene Kunststoffbasis, die sich luftdicht und lückenlos an das Zahnfleisch anschließt. Kommt es später aufgrund des Alters zu weiterem Kiefer- oder Zahnfleischrückgang, muss die Prothese erneut angepasst werden, um einen sicheren Halt weiterhin zu gewährleisten.

Über viele Jahre Forschung und Erfahrung in der Zahnmedizin sind verschiedene Formen der Teil- und Vollprothesen entstanden. In unserer Praxis in Paderborn setzen wir aus Überzeugung vor allem auf Teleskopprothesen . Diese Form der Prothese ist besonders hochwertig und in puncto Zahnästhetik kaum zu übertreffen, denn die Prothese wird so angepasst, dass von außen nicht zu erkennen ist, dass Sie einen Zahnersatz tragen. Gleichzeitig ist die Teleskopprothese einfach in der Handhabung, da sie sich leicht herausnehmen und wieder einsetzen lässt.

Lassen Sie uns einen Blick auf das Funktionsprinzip der Teleskopprothese werfen. Diese Prothese wird mithilfe des Doppelkronenprinzips befestigt. Dazu benötigen wir ein paar gesunde, tragende Zähne oder auch Implantate, die mit einem Käppchen bedeckt werden. Wir nennen dieses die Innenkrone. Die Außenkrone wird an der Teleskopprothese befestigt und ist dort fest eingearbeitet. Anschließend wird die Außenkrone der Prothese beim Einsetzen in den Mund auf die Innenkrone aufgesetzt. Ein dünner Speichelfilm, der zwischen diesen beiden Kronen entsteht, sorgt schließlich für die ausgezeichnete Haftung. Wir vergleichen die Teleskopprothese gerne auch mit einem Schlüssel und einem Schloss, die optimal ineinander passen und auf diese Weise für Sicherheit sorgen.

Sind nur noch wenige eigene Zähne vorhanden, sodass eine andere Möglichkeit des Zahnersatzes nicht in Frage kommt, ist die Teleskopprothese nicht etwa die letzte Lösung, sondern eine ausgezeichnete Wahl. Mit ihr werden die verbleibenden Zähne optimal geschützt und eine ausgezeichnete Zahnästhetik erreicht, die von gesunden eigenen Zähnen meist nicht zu unterscheiden ist.

   

Zahnarztpraxis Dr. Marc Weber
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